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Studium und Studiengänge der Geographie

Geographiestudium Bildercollage

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Unsere Erde. Natürliche Prozesse und menschliche Aktivitäten verstehen lernen, sind unabdingbare Voraussetzungen, damit wir sie nicht zerstören!
Bildquelle: http://www.sxc.hu/photo/979028

Unsere Erde. Natürliche Prozesse und menschliche Aktivitäten verstehen lernen, sind unabdingbare Voraussetzungen, damit wir sie nicht zerstören! Bildquelle: http://www.sxc.hu/photo/979028

Unsere Erde. Natürliche Prozesse und menschliche Aktivitäten verstehen lernen, sind unabdingbare Voraussetzungen, damit wir sie nicht zerstören!
Bildquelle: http://www.sxc.hu/photo/979028

Einführung

Die Geographie als Wissenschaft von der Erdoberfläche beschreibt und erklärt deren räumliche Strukturen und Prozesse sowie das raumwirksame menschliche Leben und Handeln. An der Nahtstelle zwischen den Naturwissenschaften und den Sozialwissenschaften entwickelt sie Erklärungs- und Lösungsansätze zu Problemen zwischen Mensch und Umwelt unter Beachtung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte. In den angebotenen Studienprogrammen sollen hierzu die Kenntnisse, Theorien, Methoden, Verfahren und Fragestellungen vermittelt werden, dass Studierende zu wissenschaftlicher Arbeit, zu wissenschaftlich fundierter Urteilsfähigkeit, zur kritischen Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und zu verantwortlichem und erfolgreichem Handeln in Beruf und Gesellschaft befähigt werden. Im Vordergrund stehen dabei das Erkennen und Analysieren von Zusammenhängen und die Fähigkeit zum ganzheitlichen, integrativen Denken.

Das Studium

  Das Studium der Geographie besteht aus zwei aufeinander folgenden Studienabschnitten. Der erste berufsqualifizierende Abschluss ist der Bachelor of Science (B.Sc.), der zweite der Master of Science (M.Sc.). Der Bachelor-Studienabschnitt erstreckt sich über sechs, der Master über vier Semester. Der erste Studienabschnitt soll zur Anwendung eines breiten natur- und humanwissenschaftlichen Grundlagenwissens und einfacher geographischer Arbeitsmethoden befähigen und die Einarbeitung in spezifische Aufgabenstellungen und Ansätze zur Problemlösung in der Berufspraxis ermöglichen. Mit Exkursionen und Übungen im Gelände wird die erlernte Theorie auch „erfahrbar“ gemacht.

Geländeexkursion in die Alpen zu Grundlagen der Physischen Geographie 
(c) Gerd Schmidt 2007

Geländeexkursion in die Alpen zu Grundlagen der Physischen Geographie (c) Gerd Schmidt 2007

Geländeexkursion in die Alpen zu Grundlagen der Physischen Geographie
(c) Gerd Schmidt 2007

Erlernen von Feldmessungsmethoden
(c) Wilfried Kühling 2008

Erlernen von Feldmessungsmethoden (c) Wilfried Kühling 2008

Erlernen von Feldmessungsmethoden
(c) Wilfried Kühling 2008

Die Wissenschaft und ihre Anwendung

 In einer Zeit wachsender Ansprüche an den Raum, zunehmender Flächen- und Ressourcenknappheit sowie oft überschrittener Leistungsgrenzen natürlicher Systeme ergeben sich verschärfte Nutzungskonflikte sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene. Deshalb bedarf es der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich menschliche Aktivitäten organisieren und räumliche Prozesse ablaufen. Die sehr anwendungsorientiert gestaltete Geographie in Halle stellt dabei das Erkennen, Analysieren und Bewerten von regelhaften und kausalen natur- und kulturräumlichen Strukturen sowie Prozessen einerseits und die Entwicklung von fachwissenschaftlich begründeten und praxistauglichen Lösungen andererseits in den Vordergrund. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen kann unerwünschten räumlichen Entwicklungen gezielt entgegengewirkt werden.  

Erlernen von computergestützten Methoden zur Erzeugung von virtuellen Landschaftsmodellen auf der Basis geographischer Informationssysteme.
Beispiel Ist-Zustand einer Kulturlandschaft in der Landschaftsplanung.
(c) Tobias Richter 2008

Erlernen von computergestützten Methoden zur Erzeugung von virtuellen Landschaftsmodellen auf der Basis geographischer Informationssysteme. Beispiel Ist-Zustand einer Kulturlandschaft in der Landschaftsplanung. (c) Tobias Richter 2008

Erlernen von computergestützten Methoden zur Erzeugung von virtuellen Landschaftsmodellen auf der Basis geographischer Informationssysteme.
Beispiel Ist-Zustand einer Kulturlandschaft in der Landschaftsplanung.
(c) Tobias Richter 2008

Erlernen von computergestützten Methoden zur Erzeugung von virtuellen Landschaftsmodellen auf der Basis geographischer Informationssysteme.
Beispiel Soll-Zustand einer Kulturlandschaft in der Landschaftsplanung.
(c) Tobias Richter 2008

Erlernen von computergestützten Methoden zur Erzeugung von virtuellen Landschaftsmodellen auf der Basis geographischer Informationssysteme. Beispiel Soll-Zustand einer Kulturlandschaft in der Landschaftsplanung. (c) Tobias Richter 2008

Erlernen von computergestützten Methoden zur Erzeugung von virtuellen Landschaftsmodellen auf der Basis geographischer Informationssysteme.
Beispiel Soll-Zustand einer Kulturlandschaft in der Landschaftsplanung.
(c) Tobias Richter 2008

Unsere Fachgebiete

Die Geographie besitzt ein ideales Potenzial für eine Vernetzung mit naturwissenschaftlich ausgerichteten Fachgebieten (die sich stärker mit der natürlichen Umwelt befassen) und mit gesellschaftswissenschaftlich geprägten Fachgebieten (die den Menschen und die sozialen, wirtschaftlichen und räumlichen Konsequenzen ihres Handelns in den Mittelpunkt stellen). Die Wechselwirkungen zwischen menschlichen Aktivitäten und dem Naturhaushalt sind damit wichtiger Betrachtungsgegenstand der gesamten Geographie und des Geographieunterrichts.

Als Wissenschaft und Studienfach (Bachelor / Master und Lehramt) ist die Geographie durch die folgenden fachlichen Bereiche bewusst breit angelegt: Physische Geographie, Geoökologie, Raum- und Umweltplanung,  Wirtschaftsgeographie und Sozialgeographie. Fachinhaltlich ergänzt werden diese durch ein breites Methodenspektrum der räumlichen Datenanalyse mittels Fernerkundung und GIS.

Berufsfelder

 Da sich die Geographie mit vielen aktuellen Problemen unserer weltweiten Gesellschaft auseinander setzt, ergeben sich vielfältige Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Nach Erhebungen des Deutschen Verbandes für Angewandte Geographie (DVAG) lassen sich im Wesentlichen drei Hauptberufsfelder unterscheiden: Etwa 50 Prozent der in der Praxis tätigen Geographen sind dem Berufsfeld „Räumliche Planung“ und weitere 30 Prozent - zumeist Physiogeographen - dem Berufsfeld „Umwelt, Natur und Landschaft“ zuzuordnen. Dabei hat in der Vergangenheit eine ständige Verlagerung von der Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu Tätigkeiten im privatwirtschaftlichen Bereich stattgefunden. Die verbleibenden 20 Prozent der Geographen verteilen sich auf das Berufsfeld „Information und Dokumentation“. Geographen erschließen sich hier zunehmend den wachsenden Arbeitsmarkt der neuen Medien und Kommunikationstechniken.

Geographen können in vielen Berufsbranchen arbeiten!

Geographen können in vielen Berufsbranchen arbeiten!

Geographen können in vielen Berufsbranchen arbeiten!

Literatur

 Koch, Kerstin [Hrsg.] (2004): Berufe für Geowissenschaftler. Darmstadt. ISBN 3-534-18070-4. Mit Beiträgen von Geographen und Geologen über ihren beruflichen Werdegang sowie Kontaktadressen und Tipps.  

Righi, Marie-Luise (2001): Karrieren unter der Lupe: Geowissenschaftler. Würzburg. ISBN 3-89694-365-0. Mit 16 Interviews von Geowissenschaftlern zum Studium, zum Start ins Berufsleben und zur bisherigen Karriere.


Geographen und ihr Markt: Unter Federführung des Deutschen Verbandes für Angewandte Geographie (DVAG) erscheint in der Reihe ,,Das Geographische Seminar" die berufskundliche Publikation ,,Geographen und ihr Markt" (2. Aufl. 1999, hrsg. 1996 von Götz v. Rohr, Klaus Kost, Klaus Mensing, Peter M. Klecker, Frank Hömme und Christian Sorge).

Geographen und ihr Markt (Taschenbuch)

Geographen und ihr Markt (Taschenbuch)

Geographen und ihr Markt (Taschenbuch)

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